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gegen Neonazis
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Am Rosenmontag wurde eine Schulklasse aus Kreuzberg auf dem Weg zu einem Faschingsausflug in der S-Bahn in Richtung Berlin-Alexanderplatz rassistisch beschimpft. Ein männlicher Fahrgast mittleren Alters, der sich ebenfalls in der S-Bahn befand, beschimpfte die zehn- bis elfjährigen Kinder aus der E.O.-Plauen Grundschule mit „Scheißtürken“, „Türkenpack ab nach Auschwitz“ und „sollte man vergasen“. Der Großteil der Schüler hat einen Migrationshintergrund. Der Zug war voll, andere Fahrgäste schritten nicht ein. Es waren nicht die einzigen Beleidigungen, die die Klasse in dem Zug hören musste. Schon zuvor hatte sich eine Frau rassistisch geäußert. Die Schule wird Anzeige wegen Volksverhetzung erstatten.
Obwohl sich der Lehrer direkt nach dem Vorfall an den S-Bahn Führer gewendet hatte, schritt dieser nicht unverzüglich ein, sondern verwieß den Hilfesuchenden lediglich an die Bundespolizei am Bahnsteig und fuhr weiter. Die Berline S-Bahnbetriebe kündigten an, zu prüfen, ob der Triebfahrzeugführer die vorgesehenen Maßnahmen ergriffen hat: In solchen Fällen soll sofort der Lagedienst Sicherheit informiert werden, damit mobile Sicherheitskräfte der Bahn oder die Polizei die Personalien des Täters feststellen können.
In der Nacht zum Sonntag sind in einer S-Bahn bei Hannover zwei aus Ruanda stammende Frauen von vier Männern und zwei Frauen rassistisch angegriffen und mit Reizgas attakiert worden. Beim Aussteigen haben zwei Männer dieser Gruppe, welche polizeibekannte Rechtsradikale sind, der 18-Jährigen Reizgas ins Gesicht gesprüht. Die Polizei konnte die beiden später im Bahnhof Barsinghausen, einem Treffpunkt der rechten Szene, festnehmen. Die Männer erwartet nach dem Vorfall ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.
Zwei Unbekannte pöbelten am frühen Samstagmorgen einen 37 Jahre alten Asylbewerber an, bedrängten ihn und verfolgten ihn bis in seine Wohnung. Die Männer drangen in die Wohnung des Kenianers am Hoyerswerdaer Ring ein, schlugen gegen eine verschlossene Zimmertür und pöbelten weiter. Der Kenianer rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster der Erdgeschoss-Wohnung. Er verständigte die Polizei und fand Hilfe bei seinem Betreuer. Die Kriminalpolizei ermittelt.
In der Nacht zum 29. Januar wurde das Haus einer türkischen Familie mit Hakenkreuzen und rechtsextremen Parolen beschmiert. Außerdem ist in die Schuhe der Familie, die vor dem Eingang standen, Wurst aus Schweinefleich gelegt worden. Die Ermittlungen wurden von der Polizei aufgenommen.
Ein Neonazi schlug am Sonntag in den frühen Morgenstunden einen türkischstämmigen Taxifahrer zusammen. Der NPD-Funktionär Norman Bodin schaute zu. Am Tag davor, gab es in München eine Neonazidemonstration. Obwohl die Demonstrierenden, wie auf Fotos ersichtlich, mit Schlagstöcken bewaffnet waren, wurde die Demonstration nicht aufgelöst
Nach einem Konzert der Rechtsrockband "Kategorie C-Hungrige Wölfe" haben 20 Konzertbesucher einen zufällig vorbeikommenden Punk schwer verletzt. Acht der Angreifer waren mit Baseballschlägern bewaffnet. Als er am Boden lag, traten sie gezielt auf seinen Kopf ein. Der Verfassungsschutz wusste offenbar von dem Auftritt der Band.
Zwei Neonazis beleidigten einen 23-jährigen Angestellten und einen 17-jährigen Schüler und fügten dem 23-Jährigen durch einen Faustschlag ins Gesicht Verletzungen zu. Ausschlaggebend für den Angriff war das äußere Erscheinungsbild der Opfer, die von den Tätern als "Zecken" angegangen wurden. Einer der beiden 22- und 29-jährigen Täter trug zudem den Schriftzug "Polizei SA, SS" auf seiner Jacke.
Gegen 2:30 Uhr in der Nacht schlug eine Neonazi-Frau einem Punk eine Bierflasche an den Kopf. Dem Angriff war ein Streit zwischen dem 41-jährigen Opfer und der 21-jährigen Täterin vorausgegangen. Das Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf und wurde im Krankenhaus behandelt.
Gegen 3:30 Uhr fuhr ein 22-jähriger Neonazi mit seinem Auto in die Menge eines Volksfestes und fügte dabei drei Festteilnehmern schwere Prellungen und Quetschungen zu. Zuvor war es ausgelöst durch Provokationen anwesender Neonazis zu einer Massenschlägerei gekommen.
An der Kreuzung des U-Bahnhofs Eberswalder Straße fügten drei Neonazis einem jungen Mann marrokanischer Herkunft massive Verletzungen zu. Der 23-Jährige hatte zuvor eine junge Frau nach dem Weg gefragt, woraufhin die Neonazis ihn beleidigten und schlugen. Als er bereits am Boden lag, traten sie mehrfach auf ihn ein. Das Opfer wurde mit einem Nasenbruch und einer schweren Verletzung des Halswirbels in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei fahndet nach den 20- bis 25-jährigen Tätern.
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