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Fremdenfeindlichkeit

Fremdenfeindlichkeit ist ähnlich wie Ausländerfeindlichkeit ein Begriff, der verwendet wird, wenn Einwanderer abgelehnt, diskriminiert und misshandelt werden. Es handelt sich dabei um eine gezielte Ausgrenzung von Gruppen, die als ethnisch anders, also als "fremd" angesehen werden. Fremdenfeindlichkeit wird häufig mit unbestimmten Ängsten begründet. Eine Konkurrenzangst wird entwickelt, die sich zur Feindlichkeit steigert.

Ähnlich wie Ausländerfeindlichkeit ist Fremdenfeindlichkeit eine Konstruktion und die Bestimmung von "Fremdheit" und "Fremdsein" beliebig. Die Entstehung von Fremdheit ist eine komplizierte und sehr willkürliche Angelegenheit. Daher ist die Verwendung des Begriffs Fremdenfeindlichkeit häufig unpräzise. Noch schlimmer: Durch seine ständige Verwendung wird die Distanz zu den Opfern der "Feindlichkeit" aufrechterhalten. Das Opfer bleibt fremd, es war ja "keiner von uns". Bei den Phänomenen, die der Begriff "Fremdenfeindlichkeit" beschreibt, handelt sich meist um Rassismus.

Bulletin 1/2002: Rechtsextremismus heute - Eine Einführung in Denkwelten, Erscheinungsformen und Gegenstrategien. ZDK